Nahrungsmittelunverträglichkeiten/-intoleranzen (NMI)

Viele Menschen, vielleicht auch Sie, kennen Magen- und Darmbeschwerden. Außer akuten Erkrankungen entwickeln sich diese meist über eine längere Zeit. Medikamente, insbesondere Antibiotika, Stressbelastungen oder Infektionen haben die Darmschleimhaut angegriffen und die Darmflora in ihrer Zusammensetzung ungünstig verändert. Dadurch kann die Aufnahme der Nahrungsbestandteile ins Blut beeinträchtigt sein und Mangelerscheinungen können entstehen. Auch Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten können sich entwickeln und beeinflussen das Wohlbefinden. Häufig weist die schulmedizinische Abklärung keine besonderen Auffälligkeiten auf, der Patient fühlt sich allerdings miserabel. Manchmal steht dann die Diagnose „Reizdarm“ im Raum.

Was genau ist eine Nahrungsmittelintoleranz?

Nahrungsmittelintoleranzen sind stark im Zunehmen. Dabei kann der Organismus bestimmte Bestandteile der Nahrung nicht verdauen oder verwerten, weil ihm beispielsweise ein dazu notwendiges Enzym fehlt. NMIs machen sich durch verschiedene, nicht immer leicht zuordenbare Beschwerden nach dem Essen bemerkbar. Dazu können beispielsweise krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall, aber auch Kopfschmerzen und Müdigkeit gehören. Oft können diese Symptome auch erst 24 Stunden nach dem Essen auftreten.

Laktoseintoleranz

Nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten kann es zu Blähungen und Durchfall kommen, wenn Ihrem Körper das Enzym Laktase fehlt, dass die Laktose (Milchzucker) aufspaltet. Auch Fertigprodukte können Laktose enthalten, achten Sie bei bekannter Laktoseintoleranz auf die Angaben auf der Packung!

Histaminunverträglichkeit

Bei einer Histaminunverträglichkeit fehlt Ihrem Körper ein Enzym, das Histamin abbaut. Wenn Sie nach dem Genuss histaminhaltiger Lebensmittel wie Hartkäse, Essig, alkoholischen Getränken oder schwarzem Tee Kopfschmerzen, Migräneanfälle, Beschwerden im Verdauungstrakt oder anfallsartige Hautrötungen im Gesicht feststellen, könnten Sie unter Histaminunverträglichkeit leiden.

Fruktoseintoleranz

Fruchtzucker (Fruktose) ist vor allem in Obst enthalten. Kann Ihr Darm Fruktose nicht aufnehmen, kann es sein, dass Sie unter Symptomen wie Übelkeit, Blähungen und Durchfall nach dem Verzehr von Obst leiden.

Unverträglichkeiten von Nahrungsmittelzusätzen

Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln wie Farbstoffe, Aromen, Konservierungsstoffe etc. können Schwellungen um Mund- und Gesichtsbereich, Hautekzeme, Juckreiz, aber auch Verdauungsbeschwerden auslösen. Diese Stoffe sind mit sogenannten „E“-Nummern gekennzeichnet.

Zöliakie/ Glutensensitivität/Weizenallergie

Bei der Zöliakie oder Sprue handelt es sich nicht um eine NMI im medizinischen Sinne, sondern um eine Autoimmunerkrankung. Durch das Klebereiweiß im Getreide, das Gluten, bildet der Körper Antikörper, die die Darmschleimhaut zerstören. Dadurch kommt es zu Blähungen und Durchfällen und im weiteren Verlauf durch die Veränderung der Darmschleimhaut zu Mangelerscheinungen, wenn Nährstoffe nicht mehr aufgenommen werden können.

Bei einer Glutensensitivität, also einer Empfindlichkeit gegen Gluten, treten Magen-Darm-Beschwerden ähnlich denen der Zöliakie auf, aber meist in geringerem Ausmaß. Zusätzlich können bei Verzehr von Weizenprodukten Kopfschmerzen, Müdigkeit, Nasennebenhöhlenentzündungen, Chronische Erschöpfungszustände oder psychische Beschwerden zu beobachten sein.

In diesem Zusammenhang hört man öfter auch den Begriff der Weizenallergie. Dabei werden spezifische Antikörper gegen Bestandteile des Weizens gebildet. Kinder sind hier öfter betroffen und leiden vor allem unter Atemwegs- und Hautreaktionen.

Was kann ich bei einer NMI für Sie tun?

Am Anfang steht eine ausführliche Anamnese und Sichtung aller Ihrer bisherigen Befunde. Eventuelle Vorerkrankungen erfasse ich genauso wie Ihre momentane Medikation. Eine umfassende Stuhlanalyse, um über die Beschaffenheit Ihrer Darmflora und Darmschleimhaut genau informiert zu sein, kann erforderlich werden. Mir ist es sehr wichtig, dass die Behandlung individuell an Ihre Lebenssituation angepasst ist.

Abhängig von den Beschwerden habe ich in meiner Praxis gute Erfahrungen mit folgenden Therapien machen dürfen:  

  • Gezielte Ernährungstherapie bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten

  • Darmsanierung

  • Substitution von Vitalstoffen für eine begrenzte Zeit

  • Lebensmittelempfehlung, abgestimmte Nährstoffzufuhr, Garmethoden

  • Training Essverhalten

  • Entspannung

  • Hypnose als Unterstützung

Gerne berate ich Sie in einem persönlichen Gespräch und beantworte Ihre Fragen zu diesem umfangreichen und komplexen Thema der Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Sprechen Sie mich einfach an, ich freue mich auf Sie.